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Die Qualität der Fußball-Bundesliga lässt zu wünschen übrig und befindet sich sportlich weit hinter dem englischen Fußball. So sieht es zumindest Michael Ballack. Und mit dieser Meinung ist der frühere Nationalmannschafts-Kapitän offenbar nicht allein.

Der Qualitätsunterschied in der Premier League sei groß und selbst die Teams hinter den Top-Mannschaften würden dort unterhaltsamer spielen, kritisierte Ballack. Bei seiner Kritik bezieht sich der 41-Jährige gezielt auf die Qualitätsunterschiede und gibt zu bedenken, dass bei den Profis Dinge wie Athletik und System überhandgenommen hätten. Und das ziehe sich bereits bis in den Jugendbereich hinein.

Ballack schätzt, dass Frankreich momentan offensichtlich eine bessere Ausbildung zu bieten hat. Der Ex-Kapitän erklärt, dass eine schwächere Mannschaft durchaus gegen eine stärkere Mannschaft bestehen könne. Dafür müsse sie lediglich sehr gut organisiert sein. Dabei verweist er auf den mannschaftsorientierten Bereich, der seiner Einschätzung nach den größten Schwerpunkt ausmache.

Was den FC Bayern betrifft, bezieht sich der Vize-Weltmeister auf eine immer größer werdende Vormachtstellung des Klubs. Entgegen aller Vermutungen, dass diese Lücke von anderen Vereinen geschlossen werden kann, klafft diese dagegen eher noch weiter auseinander.

Grund dafür sei ein häufig zu großer Respekt, den anderen Mannschaften vor dem deutschen Rekordmeister haben. Und diesbezüglich könne über strukturelle Veränderungen nachgedacht werden, ergänzt Ballack, der sich selbst eher nicht mehr als aktiver Teil des Profifußballs sieht und auch eine Trainerlizenz völlig ausschließt.

Kritik auch von Mehmet Scholl

Auch Mehmet Scholl, ein ehemalige Bayern-Profi, hat sich kritisch zu den sogenannten Laptop-Trainern geäußert. Laptop-Trainer deshalb, weil bei diesen Trainern Taktik das oberste Gebot sei, so die Meinung des Ex-Profis. Die jüngsten Spieler würden heute nicht mehr lernen, warum ein Pass oder ein Dribbling nicht gelingt und weswegen ein Zweikampf verloren wurde.

Scholl wirft den besagten Laptop-Trainern vor, sich nicht an den Fußballern und den Menschen die dahinter stehen zu interessieren. Der 46-Jährige hält es zudem für problematisch, dass der einzelne Spieler zu kurz kommt. Nach den Europapokalspielen prophezeite Scholl: „Wir fahren vor die Wand“.

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