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Der 1. FC Nürnberg ist über die Leiche von Andreas Bornemann gegangen. Da der Sportchef des Clubs Trainer Michael Köllner nicht entlassen wollte, muss er nun selbst gehen. Der Trainer dürfte der nächste sein, kündigte der Aufsichtsrat doch an, zeitnah „eine neue Lösung für das Management und das Traineramt“ zu präsentieren.

Aufsichtsrat kann Köllner nicht entlassen

Ursprünglich ging es dem Aufsichtsrat nicht um Bornemann. Das Kontrollgremium wünschte sich die Ablösung des Cheftrainers, war aber mit der Arbeit des Sportvorstands weitgehend einverstanden. Bornemann wird die wirtschaftliche Konsolidierung der Franken in der zweiten Liga sowie der Aufstieg hoch angerechnet. Kritik gab es maximal wegen des etwas enttäuschenden Transfermarkts im Winter, auf dem keine namhaften Verstärkung verpflichtet werden konnte.

Der Aufsichtsrat kann aber den Trainer nicht selbst entlassen. Dies muss laut Satzung der Sportchef tun. Und in dieser Frage wollte sich Bornemann nicht einen Millimeter bewegen: Er werde mit Köllner auch in die zweite Liga gehen, wiederholte er immer wieder – und in den letzten Tagen wurde deutlich: Er meinte es so.

Das Kontrollgremium musste deshalb den Umweg wählen, der Bornemann den Job kostete. Es hat sich dafür entschieden, einen neuen Sportchef einzusetzen, der dazu bereit ist, den Trainer zu beurlauben.

Bornemann hat sich verschätzt

Bornemann betrachtete den Aufstieg wie einen positiven Betriebsunfall. In verschiedenen Interviews ließ er durchblicken, dass der Club in seinen Augen noch Zeit bräuchte, um weiter organisch zu wachsen. Für ihn wäre ein Abstieg deshalb kein Beinbruch gewesen. Der geschasste Sportvorstand dachte, dass der ganze Verein in dieser Frage auf seiner Linie wäre. Wie die aktuellen Ereignisse zeigen, hat er sich diesbezüglich deutlich verschätzt.

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