Mittlerweile haben die Schalker schon 38 Gegentreffer kassiert und nur 5 Spiele konnten bislang zu 0 beendet werden. Für einen potenziellen Champions-League-Kandidaten ist das eindeutig zu viel bzw. zu wenig, denn andere Vereine mit solchen Statistiken befinden sich bereits im Abstiegskampf. Daher suchen die Königsblauen definitiv nach einer Alternative für die Innenverteidigung, vor allem, da Christoph Metzelder den Verein verlassen wird. Ein Name wurde nun schon immer genannt, denn Felipe Santana von Borussia Dortmund wird beim BVB wohl nie über die Rolle des Jokers hinweg kommen.
Zwar hat der Brasilianer beim deutschen Double-Gewinner noch einen Vertrag bis 2014, jedoch kann er laut einer Klausel nach der Saison für einen Schnäppchenbetrag von einer Millionen Euro gehen. Seine persönliche sportliche Perspektive dürfte sich dadurch jedenfalls stark verbessern, denn bei den Dortmundern sind Neven Subotic und Mats Hummels einfach gesetzt.
Lediglich wenn einer der beiden Ausfällt wird Santana gebraucht. In Dieser Saison durfte er mehrmals für Subotic ran, allerdings hatte der 1,94-Mann bislang keine wirklich guten Auftritte. Insgesamt hat der Brasilianer aber schon oft seine Qualitäten unter Beweis stellen können.
Ein Problem für Schalke ist nur, dass sie natürlich nicht die einzigen Interessenten sind. Neben Königsblau soll ebenfalls der Hamburger SV sowie weitere ausländische Clubs bereits ihre Interesse bekundet haben. Bei dieser Ablösesumme wundert das auch niemanden.
Gut möglich wäre aber auch, dass Santana wieder nur in die Rolle des Jokers schlüpft. Metzelder verlässt zwar den Ruhrpott, allerdings haben die Schalker eigentlich mit Benni Höwedes und Kyriakos Papadopoulos ihre Stamm-Innenverteidigung. Es könnte allerdings gut sein, dass die Schalker zu einem Verkauf des ein oder anderen Spielers gezwungen werden, falls man am Ende der Saison nicht auf den internationalen Plätzen landet.
So soll zum Beispiel Papadopoulos eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag haben, laut der er für 20 Millionen Euro gehen könnte und schon im vergangenen Sommer waren solvente Clubs wie Zenit St. Petersburg hinter dem Griechen her. In dieser Saison konnte der Nationalspieler allerdings noch nicht viel Spielpraxis sammeln, da ihn eine schwere Knieverletzung lange aus der Bahn warf.
Mittlerweile absolviert der Verteidiger schon wieder leichte Laufeinheiten, das Mannschaftstraining ist allerdings noch in weiter Ferne. Höwedes könnte ebenfalls ein Verkaufskandidat sein, insofern er seinen bis 2014 gültigen Vertrag nicht doch noch verlängern wird.