Der 1. Juli ist bei den Bundesligavereinen der Stichtag, an dem wieder neue Arbeitsverträge geschlossen werden. Um dafür Spieler mit dem richtigen Potenzial ausfindig zu machen, bekommt Eintracht Frankfurt nun Unterstützung von einer ganz besonderen Person. Die Portugiesin Helena Costa wird das Scouting-Team zukünftig bei den Sichtungen talentierter Spieler unterstützen.
Insbesondere wird sich Helena Costa dabei auf professionelle Spieler im Ausland konzentrieren. Während ihrer langjährigen Tätigkeiten im Ausland hat die 39-Jährige zahlreiche Kontakte geknüpft, die für Eintracht Frankfurt nun von Vorteil sein können.
Das weiß auch Frankfurts Manager Fredi Bobic. Er ist überzeugt davon, dass Helena Costa die richtige Verstärkung für den Klub ist. Bobic erklärte in einem Interview, dass sich Helena Costa im Fußball sehr gut auskennt und in ihrer Karriere schon viel erlebt hat.
Bei einer genaueren Analyse ihrer Karriere lassen sich die Worte von Fredi Bobic durchaus nachvollziehen. Die Portugiesin hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht.
Im Alter von 21 Jahren beendete sie ihre Fußballerinnen-Karriere. Damals war sie bereits als Jugendtrainerin bei Benfica Lissabon tätig. In den darauf folgenden Jahren trainierte sie einige Teams des portugiesischen Rekordmeisters. Und von 2008 bis 2010 agierte sie beim schottischen Traditionsverein Celtic Glasgow erstmals als Scout.
Im Jahr 2010 ging Helena Costa nach Katar, um dort die Frauen der Nationalmannschaft zu trainieren. Anschließend wurde sie 2012 Trainerin des iranischen Frauen-Teams.
Letztlich war die Portugiesin schließlich als Trainerin einer französischen Herren-Mannschaft vorgesehen. In dieser Saison, von 2014 bis 2015 sorgte sie damit für internationale Schlagzeilen.
Nach einer sehr kurzen Verweildauer bei Clermont Foot löste Helena Costa den Vertrag nach nur wenigen Wochen wieder auf. Die Zusammenarbeit mit Eintracht Frankfurt steht jedoch unter einem guten Stern und soll über einen längeren Zeitraum andauern.