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Es war eine Niederlage zu viel von Markus Gisdol als Trainer des Hamburger SV: Mit 0:2 unterlagen die Norddeutschen zuhause am 19. Spieltag dem Tabellenletzten 1. FC Köln. Die Hanseaten bleiben damit bei 15 Zählern stehen und liegen weiterhin auf Rang 17. Köln drückt durch den Sieg allerdings inzwischen von hinten. Gisdol musste deshalb gehen. Vorstandschef Heribert Bruchhagen erklärte, dass man einen neuen Impuls setzen wolle. Man hoffe, die Verunsicherung in der Mannschaft durch einen neuen Trainer beseitigen zu können.

Hollerbach beerbt Gisdol
Der Nachfolger Gisdols wurde bereits wenige Stunden nach der Entlassung des bisherigen Trainers präsentiert. Bruchhagen hatte sogar schon zuvor verraten, dass man wisse, wer neuer Coach werde. Dies zeigt, dass Gisdol nicht erst seit der Köln-Pleite auf der Kippe stand. Bernd Hollerbach übernimmt als neuer Cheftrainer. Der 48-Jährige erhält in Hamburg einen Vertrag bis 2019, der auch für die zweite Liga gilt. Hollerbach begann seine Trainer-Karriere als Assistent von Felix Magath. Als Chef stieg er mit den Würzburger Kickers in die zweite Liga auf, wurde dann allerdings wegen Misserfolgs gefeuert.

Magath von Lösung mit Hollerbach begeistert
Magath, Held des HSVs und zugleich so etwas wie ewiger Phantom-Trainer der Norddeutschen, ist von der Lösung mit Hollerbach begeistert. Das Team dürfe damit rechnen, „dass es besser geführt und besser trainiert wird“, schwärmt der 64-Jährige in der „Bild“. Dass er damit einen heftigen Seitenhieb in Richtung seines Trainer-Kollegen Gisdol austeilt, scheint Magath dabei nicht zu stören.

Hollerbach ist wie sein Lehrmeister Magath ein Coach, der auf Disziplin und sehr harte Trainingseinheiten vertraut. In Hamburg muss man sich die Frage gefallen lassen, warum deshalb der Trainerwechsel erst jetzt durchgeführt wurde. Die Winterpause war kurz, trotzdem wurde eine Vorbereitung mit einem neuen Trainer, der diese eigentlich dringend benötigt hätte, verschenkt. Und wer Bruchhagens Worte hört, weiß, dass man schon seit Wochen mit Hollerbach im Gespräch gewesen sein muss.

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