Man musste nicht lange in der Bundesliga suchen, um Kritiker am Wechsel von André Schürrle zum VfL Wolfsburg zu finden. Diese negativen Stimmen störten sich insbesondere an der hohen Ablöse: 32 Millionen Euro fließen vom VfL Wolfsburg zum FC Chelsea. Frankfurts Präsident Heribert Bruchhagen empfand diese Summe beispielsweise als „ein bisschen unheimlich“. Keine Kritik müssen die Wölfe vom Branchenprimus FC Bayern München befürchten. Sportchef Matthias Sammer gratulierte den Niedersachsen vielmehr zum Neuzugang und hatte eine klare Botschaft an die Kritiker.
Liga sollte stolz sein – findet Sammer
Der Sportchef der Bayern erklärte am Mikrofon von „Sky“, dass der Wechsel des deutschen Nationalspielers nach Wolfsburg „ein fantastischer Transfer für die Bundesliga“ sei. Er verstehe die Kritiker nicht, so Sammer weiter. Diese sollten „stolz sein“, dass ein Spieler wie Schürrle nun wieder in Deutschland am Ball sei. Der Bayern-Boss erwähnte es nicht wörtlich, doch zwischen den Zeilen drang es mehr als deutlich heraus: Sammer vermutet, dass eigentlich Neid das zentrale Antriebsmoment der Kritiker sei.
War Schürrle auch ein Thema bei den Bayern?
Fast schon zwangsläufig musste Sammer auch darauf antworten, ob Schürrle nicht auch ein Thema bei den Bayern gewesen sei. Schließlich haben die Münchner traditionell an jedem deutschen Nationalspieler, der auf Topniveau spielt, Interesse. Dies sei auch beim 24-Jährigen der Fall gewesen, so Sammer. Bayern denke stets über gute Spieler nach, die auf dem Markt sind, erklärte der Sportchef. Allerdings, so Sammer mit einem Augenzwinkern weiter, „können wir nicht alle nehmen“. Umso erfreulicher sei es, dass ein anderer Verein aus der Bundesliga dazu in der Lage sei. Es bleibt abzuwarten, ob die Bayern ihre Meinung ändern, sollten ihnen Wolfsburg und Schürrle eines Tages richtig weh tun.