Die deutsche Nationalmannschaft hat in der EM Qualifikation einen überraschenden Rückschlag erlitten. Der Weltmeister verlor gegen Polen im Nachbarland mit 0:2. Es war die erste Niederlage überhaupt gegen diesen Gegner. Sie wirkte zudem vermeidbar, so war Deutschland die gesamte Spielzeit eigentlich deutlich überlegen, konnte diesen Umstand jedoch in keine Tore ummünzen.
Abwehrfehler führen zur Niederlage
Deutschland spielte einmal mehr mit einer neuen Abwehrformationen. Außenverteidiger waren Erik Durm und Antonio Rüdiger. In der Zentrale waren Jerome Boateng und Mats Hummels aktiv. Die Viererkette wirkte unsicher, überlebte aber die erste Halbzeit ohne Gegentor, obwohl sie sich hier schon einige haarsträubende Fehler leistete. In den zweiten 45 Minuten verließ Deutschland allerdings sein Glück. Milik konnte in der 51. Minute einen groben Schnitzer in der deutschen Hintermannschaft ausnutzen und die Führung für Polen erzielen.
Deutschland rennt vergeblich an
Die DFB-Elf bemühte sich in der Folge noch einmal intensiver darum, zu einem eigenen Treffer zu kommen, versagte dabei jedoch immer wieder. Debütant Karim Bellarabi war eine der wenigen positiven Erscheinungen in der Offensive. Doch auch er konnte den sehnlich herbei gewünschten Treffer nicht erzielen. Schließlich griff eine alte Fußballweisheit: Wer vorne nicht trifft, kassiert hinten ein Tor. In der 88. Minute war es soweit: Mila verwandelte eine Vorarbeit von Robert Lewandowski zum Endstand und damit zum grenzenlosen Jubel für die Polen. Deutschland wirkt hingegen noch immer so, als sei die Mannschaft nach wie vor vom WM-Titel berauscht. Wenn die Mannen von Jogi Löw nicht schnell wieder zu ihrer Form finden, dürfte sich dies rächen. Schon am Dienstag geht es gegen Irland – auch dieses Spiel ist kein Selbstläufer, selbst für einen Weltmeister nicht.